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18.11.2017

Lesezeit: etwa 4 Minuten

Dr. Wolfgang Bohn zur geplanten Straßensanierung in Münchholzhausen

Rede des NPD-Fraktionsvorsitzenden Dr. Wolfgang Bohn zur geplanten Straßensanierung in Münchholzhausen am 16.11.2017 in der Stadtverordnetenversammlung Wetzlar.

Herr Volk, meine Damen und Herren,
wir haben mit unserem Antrag das Thema Straßengrunderneuerung in Münchholzhausen erneut aufgerollt. Das hat seinen guten Grund. Mein Beitrag stellt nur eine Ergänzung der Rede von Frau Land dar. Damit`s besser im Kopf bleibt muss ich allerdings in die Wiederholung gehen.

Herr Semmler mit seinem Tiefbauamt vertreten folgende These: Der Kanal sei überprüft und er habe die schlechteste Bewertungsnote erhalten. Diese Erkenntnis besteht schon seit etlichen Jahren. Am tiefsten Verlaufspunkt gebe es zusätzlich ein Hydraulikproblem. Der Kanal sei dort mit 80cm Durchmesser zu klein dimensioniert, um die Wassermassen bei Starkregen abzuleiten. Es sei schon zu Straßenüberschwemmungen gekommen. Im Straßenausstiegsbereich gebe es Bruchstellen. Kurz: Beide Probleme zusammen machten die Kanalerneuerung jetzt notwendig. Dann gebe es ein Problem mit der Mineralgemischunterfütterung der Straßendecke. Bohrungen hätten ergeben, daß dieses Gemisch zu stark verdichtet sei, so daß Wasser, das unter die Straßendecke käme nicht mehr absickern könne, so daß es im Winter zum Hochfrieren der Asphaltdecke käme. Entscheidend sei hier, daß die Teilsanierung der zu erwartenden Folgeschäden dauerhaft zu teuer käme. Auch deswegen sei die Grundsanierung notwendig.

Betrachten wir die Kanalproblematik: Das Hydraulische Problem bei zu geringem Rohrdurchmesser.

Befragungen von Bürgern in Münchholzhausen ergaben, daß es nur 1 einziges Mal zu einer Straßenüberschwemmung am tiefsten Punkt kam. Das sei bedingt gewesen durch einen Jahrhundert-Regenguß. Die Kapazität also reicht für denNormalbetrieb. Das Hydraulische Problem bei massivstem Regenfall läßt sich nach der Meinung unserer Fraktion leicht lösen. Ich habe Herrn Semler verbesserte Regenauffangzisternen mit Sicherheitsüberlauf in ein Kiesbett vorgeschlagen, damit übermäßige Regenbelastung im Garten versickern kann. Am vergangenen Wochenende war ich in Radolfzell bei meinem Sohn. Dort muß bei Neubauten das Fallrohrwasser in einem Kiesbett versickern, ( ohne Zisterne). Es kommt nicht in den Kanal. Das Tiefbauamt dort ist den Wetzlar Vertretern offenbar eine deutliche Nasenlänge voraus. Wenn man- dort, wo ein Gartengebiet in direkter Hausnähe vorhanden ist, die Anwohner animieren könnte, das Regenwasser im Garten versickern zu lassen, wäre das sogenannte hydraulische Problem zu lösen. Die Bürger sparen die Regenwassersteuer. So würde die Finanzierung gelingen, ca. 30 bis 40 Häuser vom Kanalsystem bezüglich Regenwasser wegnehmen und die Hydraulik wäre gelöst.

Nun zu den Bruchstellen. Es gibt sie, unbestritten, aber nur in geringer Anzahl und vor allem: Diese haben bis jetzt kein Durchflußhindernis dargestellt!! Der Kanal funktioniert einwandfrei, denn da die Bruchstellen dort sind, wo der Kanal ein gutes Gefälle hat stellen sie kein Hindernis dar, es kommt nicht zum Rückstau!

Bilanz Betrachtung bisher: Der Kanal muß zur Zeit gar nicht repariert werden.

Nun komme ich zur Straßenoberfläche mit angeblich verbackenem Mineralgemischuntergrund. Wenn die Gefahr des Hochfrierens der Asphaltdecke so gravierend wäre, müßten doch im jetzigen Istzustand der Straße, diese Schäden schon längst aufgetreten sein! Die Straße ist aber zur Zeit noch in einem relativ gutem Zustand. Das Gutachten ist schon etliche Zeit her. Der angeblich schlechte Mineralgemischgrund schon Jahre bestehend. Wieso kam`s denn dann bishernicht zu deutlich sichtbaren Frostschäden? So muß hier gefragt werden - Stimmt das Gutachten nicht?

In jedem Fall stimmt das Wetter nicht, das vermutlich beim Gutachten zu Grunde gelegt wurde. Wir haben keine extrem kalten Winter mehr. Der "Klimawandel" machtsmöglich. Die Straßen werden vom Frost geschont! Sollte man nicht dann erst die Straße sanieren, wenn die Frostschäden beginnend sich abzeichnen? Fragt man den Bürger vor Ort so sind sie der Meinung daß keine totale Sanierung notwendig ist. Ich und die NPD- Fraktion können sich dieser Ansicht voll anschließen.

Nun zu Gutachten. Es scheint nicht korrektzu sein. Warum gibt`s noch keine Schäden? Auch wenn das Tiefbauamt 5 Büro`s mit einem Preisangebot für ihr Gutachten bemüht, kann es bei den 5 Ingenieurbüro`s untereinander zu Preisabsprachen kommen nach dem Motto: Bei diesem Gutachten bin ich der Günstigste, beim nächsten Gutachten darfst Du das günstigste Angebot machen. Könnte es hier sogar um ein Gefälligkeitsgutachten handeln ? Sind vom Land vermehrte Bautätigkeiten der Kommunen gewünscht und vorgegeben, damit der Arbeitsmarkt am Laufen gehalten wird? Dann werden halt Straßen saniert, wo es eigentlich noch nicht zwingend nötig ist.

Deshalb haben wir den Antrag auf einen unabhängigen vereidigten Gutachter gestellt - für den Straßengrund allein. Beim Kanalproblem genügt der gesunde Menschenverstand um das Problem zu lösen! Stimmen Sie unserem Antrag zu, dann ersparen Sie dies den Bürgern von Münchholzhausen.

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